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Hofmann, Martin L. - Indian War Hofmann, Martin L.
Indian War
Der Fall des indianischen Bürgerrechtlers Leonard Peltier
181 Seiten, br.
12.80 Eur - 19.00 sFr ISBN-10: 3-926529-69-5 / ISBN-13: 978-3926529695



Im Mai 05 erscheint die aktualisierte Neuauflage dieses seit geraumer Zeit vergriffenen und immer wieder nachgefragten Buches.

Leonard Peltier ist der bekannteste indianische Bürgerrechtler der USA. Seit 25 Jahren kämpft er um seine Freiheit, doch bis zum heutigen Tage sitzt er in der Zelle eines Hochsicherheitsgefängnisses - verurteilt aufgrund fragwürdiger Indizien wegen Mordes an zwei FBI-Agenten. Selbst das FBI räumte Jahre später ein, daß Peltier nicht der Mörder sein kann.
Mehr als 20 Millionen Menschen haben weltweit Petitionen für seine Freilassung unterschrieben, darunter so bekannte Fürsprecher wie Nelson Mandela, Rigoberta Menchú, Marlon Brando u.v.a.
Hofmann stellt in einer spannend geschriebenen Weise die Vorgeschichte des Falles, den Prozeß und die Verurteilung Peltiers dar. Und er verknüpft den juristischen "Fall Peltier" mit seinen politisch-historischen Zusammenhängen, den Kriegen gegen die Indianer der USA, den Indian Wars.

»Eigentlich liest sich Martin Ludwig Hofmanns Buch 'Indian War' wie ein Krimi der besseren Sorte: Aufstand, geheimdienstliche Machenschaften, tödliche Konflikte zwischen Herrschenden und Beherrschten, soziale Einbettung und kritische Distanz zu den Hauptfiguren lassen eine spannende Handlung erwarten. Die Erwartung wird nicht enttäuscht; nur, daß die Handlung keine Fiktion, sondern der reale Hintergrund für die Beschreibung von Leonard Peltier ist, einem der wohl bekanntesten Bürgerrechtler der USA indianischer Herkunft. Peltier wird seit 24 Jahren in Haft gehalten, obwohl erhebliche Zweifel an seiner Tatbeteiligung im Jahre 1975 bestehen, als zwei FBI-Agenten ermordet wurden.
Geschickt montiert der Autor Rück- und Einblendungen zum Werdegang von Peltier, so daß ein schlüssiger Eindruck über die damaligen Verhältnisse entsteht, in denen vor allem Krieg gegen die indianischen Hütten geführt wurde. Wer sich das Buch zulegt, was sehr zu empfehlen ist, sollte nicht unbedingt abends mit dem Lesen beginnen. Der Lesestoff reicht mindestens für die halbe Nacht, und beunruhigende Träume sind garantiert. Was aber wiederum nicht schlecht sein muß, wenn daraus Engagement für Peltier und die Ureinwohner in den USA erwächst.«
Zeitschrift Pogrom Nr. 207, Dez. 2000

»Mit einem Ausflug in die amerikanische Zeitgeschichte beschreibt Hofmann zuvor im ersten Teil des Buches, wie es zu den Morden kam, die Peltier angelastet werden: Es geht um den Kampf der Indianer für bessere Lebensbedingungen, für ihr Land und für ihre Rechte, der sich in den siebziger Jahren zuspitzte. Säße Peltier nicht tatsächlich im Gefängnis, hätte Hofmann eine spannende Geschichte mit kleinen Redundanzen verfaßt. So ist sein Text eine Anklage - sehr informiert, sehr lesbar und sehr parteiisch, ohne dabei unglaubwürdig zu sein.«
Stuttgarter Zeitung, 8.11.2000

»Hofmanns Recherche stützt sich auf gesicherte Fakten. Wann immer Spekulationen auftauchen, sind diese auch als solche gekennzeichnet. Dabei liest sich das Buch so spannend wie ein Krimi.
Das Bestechende daran ist, daß es bei Hofmann keine Gut-Böse-, Schwarz-Weiß-Malerei gibt. Er erliegt nicht der Versuchung, die Indianer als fehlerlose, moralisch völlig integere Menschen darzustellen. Und gerade dadurch, durch das Weglassen jeglicher ethnologischer Klischees, ist das Buch so tief aufwühlend. 'Indian War' ist ein gutes und wichtiges Buch.«
Radio Z, Nürnberg, 7.9.2000

"Dem Autor gelingt es in seinem Buch einen komplexen Sachverhalt und eine bewegte Phase in der Geschichte der amerikanischen Indianerbewegung umfassend, spannend und dennoch auf nur 180 Seiten ausführlich zu schildern. Das Buch verdient meine uneingeschränkte Empfehlung nicht nur als Einstieg in diese Materie, sondern auch zur Erinnerung an ein dunkles Kapitel us-amerikanischer Politik, dessen Auswirkungen noch heute am stärksten dadurch bestätigt wird, daß Leonard Peltier nach wie vor im Gefängnis sitzt."
Coyote, Okt. 2000

"'Indian War' ist keine Abhandlung über einen 'Krieg der Indianer', sondern das erste deutschsprachige Buch zum Thema Peltier und seine Zeit. Nicht nur beschäftigt der Autor sich ausgiebig und objektiv mit dessen Leben und der Geschichte der indianischen Bürgerrechtsbewegung, vielmehr zeichnet er akribisch die Umstände des Feuergefechts, die Flucht nach Kanada, den Prozeß und die Versuche nach, Peltier auf gerichtlichem Weg freizubekommen. Bestechend daran ist, wie er keine Schwarz-Weiß-Malerei betreibt, oder die Indianer verklärt, sondern sachlich einen komplexen Sachverhalt zu schildern versucht. Im Anhang befindet sich eine bewegendes Interview mit Leonard Peltier, ein historischer Abriss über den indianischen Widerstand in den USA sowie weiterführende Literatur und links im Internet. Absolut empfehlenswert."
Incomendios (Schweiz), März 2001


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