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Soul Fiction Mumia Abu-Jamal E-mail

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Jamal, Mumia Abu- - ...aus der todeszelle Jamal, Mumia Abu-
...aus der todeszelle
Essays
240 Seiten, ebr.
12.80 Eur - 23.00 sFr ISBN-10: 3-926529-62-8 / ISBN-13: 978-3926529626



Die Neuauflage dieses Buches erscheint im Mai 2005.

Durch die Texte dieses Buches erfuhr die Öffentlichkeit in den USA und in der Bundesrepublik Deutschland 1995 erstmals aus dem Inneren der Todestrakte.
Das Buch veränderte die öffentliche Meinung in den USA, die bis dahin ganz überwiegend für die Todesstrafe eingestellt war. Seither entfacht der Name Mumia Abu-Jamal in den USA und international heftige Diskussionen und mobilisiert Tausende gegen die Todesstrafe und für die Wiederaufnahme des Verfahrens.

Aus dem Vorwort von Mumia Abu-Jamal:
»Erzählt mir nichts vom Schattenreich des Todes. Ich lebe dort. Im Landkreis Huntingdon im mittleren Süden Pennsylvanias steht ein hundert Jahre altes Gefängnis. Seine düsteren gotischen Türme verheißen nichts Gutes, zu ihren Füßen meint man den Hauch des finstren Mittelalters zu verspüren. Wie ich verbringen ungefähr 78 andere Gefangene täglich 22 Stunden in zwei mal drei Meter großen Zellen. Die verbleibenden zwei Stunden dürfen wir unter der Kontrolle der Wachtürme draußen verbringen, in einem Käfig aus Maschendraht.
Willkommen in den Todeszellen von Pennsylvania.
Ich kann es immer noch nicht fassen. Vor ein paar Jahren hat der Oberste Gerichtshof von Pennsylvania das Todesurteil gegen mich mit den Stimmen von vier Richtern bestätigt (drei nahmen an der Sitzung nicht teil). Als schwarzer Journalist, der in jungen Jahren ein Black Panther war, habe ich mich intensiv mit der langen Geschichte der legalen Lynchjustiz an Afrikanern in Amerika beschäftigt. Ich erinnere mich an eine Titelseite der Black Panther-Zeitung mit dem Zitat: 'Kein schwarzer Mann hat Rechte, die ein weißer Mann respektieren müßte'. Es wird Richter Roger Taney zugeschrieben, dem damaligen Vorsitzenden des Obersten US-Bundesgerichts, und es soll in dem berühmt-berüchtigten Dred-Scott-Prozeß gefallen sein, in dessen Verlauf das Gericht befand, daß weder Afrikanern noch ihren 'freien' Abkömmlingen verfassungsmäßige Rechte zustünden. Kaum zu glauben, aber wahr.
Vielleicht bin ich naiv, vielleicht auch einfach nur dumm - aber ich habe trotz allem fest daran geglaubt, daß man sich in meinem Fall an das Gesetz halten und das Urteil revidieren würde. Wirklich!«
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